das andere kino im Dezember und Januar

das andere kino // jeden 2. Dienstag im Monat // jeweils um 19.30 Uhr // in der KultiBeiz, Wetzikon

13. Dezember 2011 – Weather Underground

Amerika in den Sechziger und Siebziger Jahren: Angesichts der (scheinbaren) Wirkungslosigkeit des friedlichen Widerstandes der Anti-Vietnamskrieg- und Bürgerrechtsbewegung bilden sich innerhalb der Potestbewegung militante Gruppen. Eine davon: der Weather Underground. Ein Film über Revolte und Stadtguerilla in einer Zeit, die gemeinhin mit Hippies und Flower Power assoziiert wird.

10. Januar 2012 – La Estrategia Del Caracol

Ein altes Mietshaus in einem Vorort von Bogotà. Den Bewohnern – Don Jacinto, der alte Anarchist; Romero, der Anwalt ohne Zulassung; ein junger Revolutionär; ein Pater, der im Diesseits Befriedigung sucht; Gabriel, der sich als Gabriela verkauft; eine Alte, die mit einem Scheintoten lebt – droht der Rausschmiss auf die Strasse. Doch der Besitzer hat die Rechnung ohne die Entschlossenheit der Ohnmächtigen gemacht…

23.12. – ***ANTICAPITAL-X-MAS-PARTY***

der SAFTLADEN, deine lokale antirep solibar, zelebriert die revolutionäre solidarität anstelle der christlichen nächstenliebe (und das nicht nur an ein paar tagen im jahr) und lädt ein zu einem frohen tanz ohne weihnachtsstress.

für die richtige musik sorgt

AKTION 10% RABATT (billiglieder, zh)

WRONG WAY (punk, zh)

dazu gibts päckli für alle und glühwein!

eintritt: wie immer soli

alles geld fliesst an leute, die von repression betroffen sind.

Veranstaltung zu politischer Repression und Mumia Abu-Jamal

Veranstaltung zu politischer Repression und Mumia Abu-Jamal // Mitwoch 14.12.2011 // 19.30 Uhr // KultiBeiz, Wetzikon

Mumia Abu-Jamal ist ein Journalist und Aktivist der Black Panther und MOVE Bewegung in den USA. Im Dezember 1981 wurde er unter falschen Anschuldigungen in Philadelphia inhaftiert. Mit gefälschten Beweisen wurde er als vermeintlicher Polizistenmörder zum Tode verurteilt. Eine weltweite Unterstützer_innenbewegung verhinderte bis heute die Hinrichtung. Seit vielen Jahren versucht er mit Hilfe eines neuen Verfahrens frei zu kommen. Mumia Abu-Jamal sitzt nicht im Todestrakt weil ihm irgendein Verbrechen bewiesen worden wäre, sondern weil er als Journalist kompromisslos gegen Rassismus, Polizeigewalt, Krieg, Ausbeutung und Unterdrückung gekämpft hat.

Zum 30. Jahrestag seiner Verhaftung gibt es eine INFO TOUR mit Veranstaltungen und ausführlichen Informationen über Mumia sowie zur allgemeine politische Repression in den USA.

Orte und Daten

14.12. Mittwoch, Kulturfabrik Wetzikon, 19.30 Zürcherstrasse 42
15.12. Donnerstag, KuZeb Bremgarten, 19.00 Zürcher/Zugerstrasse
16.12. Freitag, Infoladen Kasama, Zürich 19.00 Militärstrasse 87a
17.12. Samstag, Rümpeltum, St. Gallen 13.00 Haldenstrasse 23
18.12. Sonntag, Romp, Luzern, 19:00 Steinenstrasse 17
19.12. Montag, Centre Fries, Fribourg 20.00 Rue Techtermann 8
20.12. Dienstag, Magazin, Basel, 20:00 Inselstrasse 79
21.12. Mittwoch, Infoladen, Bern, 19:30 Neubrückstrasse 8
22.12. Donnerstag, Rabia, Winterthur, 19:00 Bachtelstr. 70

Was läuft?

In nächster Zeit stehen einige Termine an. Weitere Infos folgen in Kürze…

Dienstag, 13.12.11: das andere kino zeigt „Weather Underground“, 19.30 Uhr KultiBeiz

Mittwoch, 14.12.11: Infoveranstaltung zu Repression und politischen Gefangenen, 19.30 Uhr, KultiBeiz

Leute aus Deutschland vom Free Mumia Bündnis machen auf ihrer Infotour durch die Schweiz auch Halt bei uns. Dabei geht es aber nicht nur um Mumia Abu-Jamal, der in den USA immer noch in der Todeszelle sitzt, sondern allgemeiner auch um Repression und politische Gefangene

Samstag, 3.12.11: Reclaim The Streets!, Aarau

Freitag, 23.12.11: ANTICAPITAL-X-MAS-PARTY, 21 Uhr, KultiBeiz

SAFTLADEN, deine lokale Antirep-Solibar, zelebriert die revolutionäre Solidarität statt die christliche Nächstenliebe (und das nicht nur an ein paar Tagen im Jahr) und lädt ein zu einem frohen Tanz ohne Weihnachtsstress. Für die musikalische Begleitung sorgen AKTION 10% RABATT (Billiglieder, ZH) und WRONG WAY (Punk, ZH).

das andere kino im Herbst

das andere kino // jeden 2. Dienstag im Monat // jeweils um 19.30 // in der KultiBeiz, Zürcherstr. 42, Wetzikon

kino herbst

13. September – Mit Baby und Banner

In dem Dokumentarfilm „Mit Baby und Banner“ erzählen neun Frauen die Geschichte des Besetzungsstreiks bei General Motors in Flint/Michigan im Winter 1936/1937. Die „Frauen-Notstandsbrigade“, die den Streik von Aussen gegen die Angriffe der Bullen und Nationalgarde unterstützte, spielte eine herausragende Rolle dabei, dem Streik zum Erfolg zu verhelfen. USA 1978 46 min

11. Oktober – Mumia Abu-Jamal

Der afroamerikanische Aktivist und Journalist Mumia Abu-Jamal sitzt seit knapp 30 Jahren im US-Todestrakt, wo er weiter kämpft für eine gerechte Welt. Sein Fall – einer von fast 3000 Todeskandidaten in den USA – erregte internationale Aufmerksamkeit. Der Dokfilm beleuchtet sein Leben und den Prozess gegen ihn. BRD 1996 70 min

8. November – Verhör und Tod in Winterthur
Nach einem Sprengstoffattentat auf das Haus von Justizminister Rudolf Friedrich und einer Serie von Farb- und Brandanschlägen reagierte die Winterthurer Polizei im November 1984 mit einer breit angelegten Verhaftungsaktion in der Jugendszene. Die Folge war eine Welle der Repression. Eine 23-Jährige Frau wird in den Selbstmord getrieben, weil sie einen Jogurtbecher voller Farbe auf eine Kirchenwand geschmissen hatte… CH 2002 102 min

Neu gibt es immer nach dem Film einen kurzen inhaltlichen Input und eine anschliessende Diskussion.

Solidarität mit Andi!

Wenn wir uns wehren gegen das kapitalistische System, dann haben die Herrschenden immer eine Antwort: Sie entpolitisieren unsere Aktionen, sie überwachen die öffentlichen Räume, sie versuchen uns gegeneinander auszuspielen, sie hetzen in den Medien oder sie knasten uns ein. Das überrascht uns wenig, denn für die herrschende Klasse gilt es jeglichen Widerstand, der sich gegen den Kapitalismus wendet, im Keim zu ersticken. In diesem Fall wird Andi vors Gericht gezerrt und es wird versucht politischen Widerstand zu kriminalisieren. Wir solidarisieren uns mit Andi, wir lassen uns nicht einschüchtern und kämpfen weiterhin für eine klassenlose Gesellschaft, die frei von Ausbeutung und Unterdrückung ist.

Solidarität mit Andi!

Solidarität aufbauen – Kapitalismus überwinden!

Weitere Infos auf www.aufbau.org

Rechten Aufmärschen entgegentreten!

Quelle

Am 17. September soll zum zweiten Mal mitten in Zürich der „Marsch fürs Läbe“ stattfinden, ein Aufmarsch von christlichen, ultrarechten AbtreibungsgegnerInnen. Die selbsternannten „Lebensschützer“ fordern die Wiedereinführung des Abtreibungsverbots und beklagen bei ihren Veranstaltungen die „Opfer“ von Abtreibungen, des „massenhaften Mordes“ an „ungeborenem Leben“. Was sich da mit viel Brimborium als edle Sorge um Menschenleben inszeniert, ist in Wahrheit nichts anderes als erzreaktionäre und patriarchale Geschlechterpolitik. Mit dem Ruf nach einem Abtreibungsverbot sprechen die „Lebensschützer“ den Frauen das Recht ab, selbstbestimmt über eine Mutterschaft zu entscheiden. Die Frauen, sagen sie, sollen sich gefälligst der ihnen vom lieben Gott zugedachten Rolle als liebende Mutter unterordnen. Ob Frauen Kinder kriegen wollen oder eben nicht, aus welchen Gründen auch immer, ist den Abtreibungsgegnern herzlich egal. Zwar behaupten sie, sich
der schwierigen Situation einer ungewollten Schwangerschaft bewusst zu sein und betroffenen Frauen Hilfe anzubieten. Diese „Hilfe“ ist jedoch in der Realität nichts anderes als blanker Psychoterror: Sie setzen Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch in Erwägung ziehen, mit religiösen und moralischen Ermahnungen unter Druck, und beladen diejenigen, die abgetrieben haben, mit Schuldgefühlen.
Die Lebensschützer wettern gegen die Frauenbewegung, die mit ihrer „egoistischen“ Forderung nach Selbstbestimmung die Gesellschaft verludert und kaputtgemacht habe. Dagegen machen sie eine gute „alte Ordnung“ stark, die es wiederherzustellen gelte. Damit legen sie nahe, dass früher alle Frauen stets brav und christlich ihre Schwangerschaften ausgetragen haben, die jetzige „dekadente“ Gesellschaft dagegen blindwütig und fast mit Vergnügen ungeborenes Leben zerstört. Das ist eine üble Verdrehung der Tatsachen! Dass Frauen in die Situation kommen, ein Kind nicht haben zu wollen oder zu können, kam vor hundert Jahren vor, kommt heute vor und wird auch in hundert Jahren noch vorkommen. Die Frage ist, wie die Gesellschaft mit dieser Realität umgeht. Ein Abtreibungsverbot, wie die Lebensschützer es fordern, schafft Abtreibungen nicht aus der Welt, es kriminalisiert sie nur. Die Folgen sind Pfuscherei, Selbstabtreibungen, Zwangsgeburten, massiver finanzieller und moralischer Druck auf die Betroffenen. Das Recht auf Abtreibung ist also nicht nur ein wichtiges Moment der weiblichen Selbstbestimmung; die Möglichkeit von medizinisch seriösen Schwangerschaftsabbrüchen und ideologiefreier Beratung bedeutet auch einen Schutz der körperlichen und psychischen Gesundheit von Frauen. Das Erstarken der christlichen Rechten ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Es ist ein Teil des derzeitigen Rechtsruckes, in dem – ein Ausdruck der kapitalistischen Krise – Rassismus, Sexismus und konservativer Mief auf dem Vormarsch sind und fortschrittliche Positionen immer mehr in Bedrängnis geraten. Diesem Rechtsruck treten wir entgegen. Wir haben nicht vor, einfach zuzuschauen, wie rechte Zirkel sich immer mehr in den öffentlichen Raum drängen. Wir haben keinen Bock auf die reaktionären Lebensschützer mit ihrem verlogenen Gefasel von „Mord“, ihrer verklemmten Sexualmoral und ihren homophoben und rassistischen Ausfällen.

Der „Marsch fürs Läbe“ ist ein ultrakonservativer Angriff auf
die Errungenschaften der Frauenbewegung. Treten wir der rechten Hetze entgegen!

Keinen Meter Strasse dem christlichen Fundamentalismus!

Alle zur Kundgebung auf den Helvetiaplatz!

Abtreibung ist Frauenrecht!

Lebensschützer verzieht euch!


17.9.2011 – 14 Uhr – Helvetiaplatz Zureich

Bündnis für ein selbstbestimmtes Leben

Das andere Kino von Mai bis Juli

das andere kino // jeden 2. Dienstag im Monat // 19.30 Uhr // KultiBeiz, Zürcherstr. 42, Wetzikon

10. Mai – Kein Ort (Dok)

Die Berliner Filmemacherin Kerstin Nickig erzählt in KEIN ORT vier sehr persönliche Geschichten von Flüchtlingen des Tschetschenienkriegs in der EU. Sie begleitet die Asylsuchen den ein Jahr lang bei ihren Versuchen, das „Asyl“-Angebot der Genfer Konvention wörtlich zu nehmen. KEIN ORT ist ein aufrüttelnder Dokumentarfilm, der – jenseits von spektakulären Flüchtlingsdramen – die alltäglichen Auswirkungen einer restriktiven Asylpolitik auf Flüchtlinge in der EU zeigt.

14. Juni – Shortbus (Spielfilm)

Beziehungsberaterin Sofia hatte noch nie einen Orgasmus; die beiden Homosexuellen Jamie und Jamie wollen Pep in ihre langjährige Beziehung. Eine Domina sucht verzweifelt die abhanden gekommene Liebe. Alle finden sie sich im Shortbus wieder, einem Undergroundclub, der dem Thema Sexualität hemmungslos auf den Grund geht und keine sexuelle Minderheit auslässt. Das einzige Tabu sind Tabus.

12. Juli – Plastic Planet (Dok)

Plastik ist billig und praktisch. Wir sind Kinder des Plastikzeitalters. Kunststoffe können bis zu 500 Jahre in Böden und Gewässern überdauern und mit ihren unbekannten Zusatzstoffen unser Hormonsystem schädigen. Wusstest du, dass du Plastik im Blut hast?

Regisseur Werner Boote zeigt in seinem investigativen Kinodokumentarfilm, dass Plastik zu einer globalen Bedrohung geworden ist. Er stellt Fragen, die uns alle angehen: Warum ändern wir unser Konsumverhalten nicht? Warum reagiert die Industrie nicht auf die Gefahren? Wer ist verantwortlich für die Müllberge in Wüsten und Meeren? Wer gewinnt dabei? Und wer verliert?

Freitag, 15. Juli – Saftladen

Solikonzert für die widerrede // Freitag, 15. Juli 2011 // 21 Uhr // Kulturfabrik Wetzikon

RTS in Uster

von indymedia:

rts

Gestern (24.6.2011) um 20 Uhr besammelten sich ca. 60 Leute mit Musik und Transparenten („her mit dem schönen Leben“) im Stadtpark Uster zu einer Reclaim The Streets. Kurz darauf lief die Menge los in Richtung Bahnhof. Viele Leute bekundeten ihre Freude, schlossen sich an und tanzten mit. Beim Bahnhof angekommen nahmen die Leute kurzerhand den Bahnhofplatz in Beschlag. Wo sonst die Menschen zur Arbeit hetzen, stieg nun ein Hip Hop Konzert. Nach einiger Zeit zog die RTS , die inzwischen auf ca. 120 Menschen angewachsen war, weiter durch die Strassen von Uster. Im Stadpark Uster wurde fröhlich weitergefeiert und der sonst menschenleere Raum mit Leben erfüllt. Unkommerzielle Kultur gepaart mit politischen Inhalten, welche die kapitalistischen Verhältnisse als Ganzes in Frage stellen, hat keinen Platz. Wer sich dennoch einen Freiraum nimmt, wird mit Repression konfrontiert. So auch gestern. Während verschlafene Stadträte, provinziale Stapos, rambohafte Kapos vermeintliche Teilnehmer_innen der RTS anpöbelten und so taten, als wären sie für Verhandlungen offen, wurden eine Strasse weiter, gepanzerte Riot-Cops aus der ganzen Region angekarrt. Schliesslich zogen die Leute sehr laut und sehr langsam zum Bahnhof, wo die RTS umd 23 Uhr selbstbestimmt aufgelöst wurde.
Solange der öffentliche Raum eine Wüste aus Beton, Glas und Werbetafeln ist, solange Leute, die nicht ins Bild von Ruhe, Ordnung und Sauberkeit passen, überwacht, weggewiesen und ausgegrenzt werden, solange Menschen nicht selbst über ihr Leben bestimmen können, werden sie sich immer wieder auflehnen und Raum erkämpfen. In Uster und überall!

Folgender Flyer wurde während der RTS verteilt:
Wir haben es satt! Sie sprechen von Stadtentwicklung, von Potential und Aufwertung und hetzen uns gleichzeitig (Jugend-)Bullen und private Sicherheitsfirmen auf den Hals und setzen uns Kameras, Zäune und Verbotsschilder vor die Nase! Die Attraktivität der Stadt, von der ständig die Rede ist, zeigt sich uns als Wüste aus Beton, Glas und Werbetafeln. Vergeblich suchen wir nach Orten, an denen wir uns treffen, austauschen und entfalten können, unabhängig von Aussehen, Pass und finanziellen Möglichkeiten. Es ist offensichtlich: Wir passen nicht rein in ihre schöne, ordentliche, sichere und attraktive Stadt.
Doch wir lassen uns nicht vertreiben! Es ist auch unsere Stadt. Schaffen wir Orte, die wir brauchen, um uns auszudrücken, um unserer Kreativität freien Lauf zu lassen und um unsere Wut, unsere Wünsche zu artikulieren! Dabei bitten wir nicht um Erlaubnis und stellen keine Forderungen, sondern nehmen uns den Raum, wann und wo es uns passt. Dadurch entsteht ein kleiner Teil einer Perspektive: Wir bekommen eine Vorstellung davon, wie es ist, nicht mehr isoliert, sondern kollektiv zu handeln und welche Möglichkeiten sich dabei eröffnen. Wir erleben, wie es sich anfühlt, einen Teil seines Lebensraumes zurück zu holen und nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten.
Doch das reicht uns nicht, WIR WOLLEN ALLES!
Holen wir uns unser Leben zurück!



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