Archiv der Kategorie 'Communiqués'

Aktion vor Gefängnis in Pfäffikon

von indymedia:

Aktion vor dem Gefängnis in Pfäffikon am 29.01.2012

mit lärm und radau haben wir vor dem Gefängnis in Pfäffikon gefordert: freiheit für alle politischen gefangenen!
Solidarität ist eine Waffe!

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Solidarität mit Andi!

Wenn wir uns wehren gegen das kapitalistische System, dann haben die Herrschenden immer eine Antwort: Sie entpolitisieren unsere Aktionen, sie überwachen die öffentlichen Räume, sie versuchen uns gegeneinander auszuspielen, sie hetzen in den Medien oder sie knasten uns ein. Das überrascht uns wenig, denn für die herrschende Klasse gilt es jeglichen Widerstand, der sich gegen den Kapitalismus wendet, im Keim zu ersticken. In diesem Fall wird Andi vors Gericht gezerrt und es wird versucht politischen Widerstand zu kriminalisieren. Wir solidarisieren uns mit Andi, wir lassen uns nicht einschüchtern und kämpfen weiterhin für eine klassenlose Gesellschaft, die frei von Ausbeutung und Unterdrückung ist.

Solidarität mit Andi!

Solidarität aufbauen – Kapitalismus überwinden!

Weitere Infos auf www.aufbau.org

RTS in Uster

von indymedia:

rts

Gestern (24.6.2011) um 20 Uhr besammelten sich ca. 60 Leute mit Musik und Transparenten („her mit dem schönen Leben“) im Stadtpark Uster zu einer Reclaim The Streets. Kurz darauf lief die Menge los in Richtung Bahnhof. Viele Leute bekundeten ihre Freude, schlossen sich an und tanzten mit. Beim Bahnhof angekommen nahmen die Leute kurzerhand den Bahnhofplatz in Beschlag. Wo sonst die Menschen zur Arbeit hetzen, stieg nun ein Hip Hop Konzert. Nach einiger Zeit zog die RTS , die inzwischen auf ca. 120 Menschen angewachsen war, weiter durch die Strassen von Uster. Im Stadpark Uster wurde fröhlich weitergefeiert und der sonst menschenleere Raum mit Leben erfüllt. Unkommerzielle Kultur gepaart mit politischen Inhalten, welche die kapitalistischen Verhältnisse als Ganzes in Frage stellen, hat keinen Platz. Wer sich dennoch einen Freiraum nimmt, wird mit Repression konfrontiert. So auch gestern. Während verschlafene Stadträte, provinziale Stapos, rambohafte Kapos vermeintliche Teilnehmer_innen der RTS anpöbelten und so taten, als wären sie für Verhandlungen offen, wurden eine Strasse weiter, gepanzerte Riot-Cops aus der ganzen Region angekarrt. Schliesslich zogen die Leute sehr laut und sehr langsam zum Bahnhof, wo die RTS umd 23 Uhr selbstbestimmt aufgelöst wurde.
Solange der öffentliche Raum eine Wüste aus Beton, Glas und Werbetafeln ist, solange Leute, die nicht ins Bild von Ruhe, Ordnung und Sauberkeit passen, überwacht, weggewiesen und ausgegrenzt werden, solange Menschen nicht selbst über ihr Leben bestimmen können, werden sie sich immer wieder auflehnen und Raum erkämpfen. In Uster und überall!

Folgender Flyer wurde während der RTS verteilt:
Wir haben es satt! Sie sprechen von Stadtentwicklung, von Potential und Aufwertung und hetzen uns gleichzeitig (Jugend-)Bullen und private Sicherheitsfirmen auf den Hals und setzen uns Kameras, Zäune und Verbotsschilder vor die Nase! Die Attraktivität der Stadt, von der ständig die Rede ist, zeigt sich uns als Wüste aus Beton, Glas und Werbetafeln. Vergeblich suchen wir nach Orten, an denen wir uns treffen, austauschen und entfalten können, unabhängig von Aussehen, Pass und finanziellen Möglichkeiten. Es ist offensichtlich: Wir passen nicht rein in ihre schöne, ordentliche, sichere und attraktive Stadt.
Doch wir lassen uns nicht vertreiben! Es ist auch unsere Stadt. Schaffen wir Orte, die wir brauchen, um uns auszudrücken, um unserer Kreativität freien Lauf zu lassen und um unsere Wut, unsere Wünsche zu artikulieren! Dabei bitten wir nicht um Erlaubnis und stellen keine Forderungen, sondern nehmen uns den Raum, wann und wo es uns passt. Dadurch entsteht ein kleiner Teil einer Perspektive: Wir bekommen eine Vorstellung davon, wie es ist, nicht mehr isoliert, sondern kollektiv zu handeln und welche Möglichkeiten sich dabei eröffnen. Wir erleben, wie es sich anfühlt, einen Teil seines Lebensraumes zurück zu holen und nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten.
Doch das reicht uns nicht, WIR WOLLEN ALLES!
Holen wir uns unser Leben zurück!

Aktion zum „Night-Shopping“ in Wetzikon

Am Freitag, dem 26.11.10 fand in Wetzikon die sogenannte „Lange Nacht der Fachgeschäfte“ statt. Dabei hatten rund 70 Geschäfte an der Bahnhofstrasse bis um 23 Uhr geöffnet. Dazu gab es z.B. ein Eisfeld für Kinder, einen Gratisbus und verschiedene von den einzelnen Geschäften angebotene Attraktionen und Rabatte. Für uns war dies kein Grund, fröhlich zu konsumieren, sondern eher, Themen wie die Stadtentwicklung in Wetzikon und verlängerte Ladenöffnungszeiten anzusprechen. Deshalb haben wir im Zentrum von Wetzikon ca. 400 Flyer an KonsumentInnen, PassantInnen, AnwohnerInnen und Angestellte dazu verteilt. Die Reaktionen waren verhalten positiv, wobei die Angestellten und Menschen, die selbst von Nacht- und Sonntagsarbeit betroffen sind, unsere Aktion überwiegend begrüssten und sich über die Solidarität freuten.

Gedanken zum Night-Shopping (als pdf)

Heute Freitag findet in Wetzikon die sogenannte „Lange Nacht der Fachgeschäfte“ statt. Dabei haben 69 Geschäfte bis um 23 Uhr geöffnet. Dies ist kein Grund fröhlich zu konsumieren, sondern eher, bedenkliche Entwicklungen in Wetzikon und im Arbeitsalltag zu thematisieren.

Warum bis 23 Uhr einkaufen?
Die OrganisatorInnen begründen die Durchführung dieses „Events“ damit, dass sie die Attraktivität des Wetziker Stadtzentrums steigern wollen. Dabei ist dies nur der Auftakt einer Reihe von Massnahmen und Veranstaltungen, die diesem Ziel dienen. Bereits hier stellt sich allerdings die Frage: Warum wird die Attraktivität eines Ortes (unter anderem) mit einem Abendverkauf gesteigert? (Es ist wohl kein Zufall, dass diese Veranstaltung den Anfang macht.) Und woran wird diese Attraktivität, von der in Wetzikon im Moment so viel zu hören und zu lesen ist, denn sonst noch gemessen?

Bei näherer Betrachtung wird deutlich: Diese „Attraktivitätssteigerung“ ist in Wirklichkeit eine immer umfassendere Kommerzialisierung des öffentlichen Raums. Überall entstehen neue Einkaufszentren (wie z.B. das erst kürzlich eröffnete Areal an der Zürcherstrasse oder die im Bau befindliche „Überbauung Polygon“ vis-à-vis der Kirche) und teure Neubauwohnungen (wie z.B. die Grossüberbauung hinter der Migros). Dies bedeutet die Vernichtung von günstigem Wohnraum durch steigende Mieten und Umwandlung von Miets- in Eigentumswohnungen und die Vertreibung der dort lebenden Menschen, weitere Zerstörung von Naturgebieten und erhöhtes Verkehrsaufkommen für die AnwohnerInnen. Währenddessen wird alles, was nicht ins Bild passt überwacht und vertrieben. Die neue Polizeiverordnung steht symptomatisch dafür. Neben der gesetzlichen Grundlage zur Videoüberwachung des öffentlichen Raums beinhaltet sie auch auf den ersten Blick eher lächerlich anmutende Regelungen wie Bussen für Spucken oder Littering. Nun verfügt die Polizei über ein weiteres Instrument, um missliebige Menschen zu schikanieren und zu vertreiben. Und überhaupt ist Wetzikon keine Stadt zum verweilen. Im „Zentrum“, wie in ganz Wetzikon, gibt es kaum Parks, Bänke, Spielplätze, autofreie Zonen o.ä. um sich zu treffen und sich aufzuhalten konsumieren zu müssen, Räume und Plätze für alle und nicht nur für diejenigen, die gerade ins Bild von Ordnung, Sicherheit und Ruhe passen. Das würden wir uns unter Aufwertung vorstellen. Doch das wäre nicht attraktiv, attraktiv ist nur was Profit bringt und den Normalbetrieb nicht stört.

Warum nicht bis 23 Uhr einkaufen?
Immer öfters, gerade in der Weihnachtszeit, erweitern Geschäfte und Warenhäuser ihre Öffnungszeiten mit Abend- oder Sonntagsverkäufen. Zum Teil handelt es sich um einzelne, allerdings regelmässig stattfindende Ereignisse, zum Teil werden die Ladenöffnungszeiten schrittweise verlängert. So haben heute viele Geschäfte, v.a. der Grossverteiler, sogar in den Dörfern die ganze Woche über bis um 20 Uhr geöffnet. Doch damit nicht genug: Verschiedene politische Kräfte, allen voran die FDP, lancieren immer wieder Vorstösse für die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten (wie zuletzt für 24-Stunden-Tankstellenshops). Wohin diese Entwicklung führt, zeigt sich in einer Studie des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco), die besagt, dass in Ländern, die die totale Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten eingeführt haben, die Löhne gesunken sind, weil mehr Ungelernte und Temporärangestellte zu tiefen Löhnen eingesetzt wurden. Ziel der Liberalisierung ist es, alle Gesetze so zu lockern, dass der Konsum reibungslos und wenn möglich 24 Stunden am Tag gewährleistet ist. Tönt doch gar nicht schlecht, oder? Denn wer ist nicht total froh, dass es auch zu später Stund noch etwas zu kaufen gibt, wenn der Kühlschrank mal gerade leer? Doch zu welchem Preis? Die Folgen dieser Rund-um-die-Uhr-Einkauf-Möglichkeit tragen vor allem die VerkäuferInnen. Für sie bedeutet es mehr Arbeit und Stress, mehr Arbeit auf Abruf, mehr Flexibilisierung und mehr Teilzeitstellen und Stundenverträge zu tiefen Löhnen, kurz: eine Verschlechterung der Arbeitsbedingung. Dazu kommt, dass im Verkauf überdurchschnittlich viele Frauen arbeiten, die eh schon mehrfach belastet sind, weil sie Mütter sind und oft noch die Verantwortung im Haushalt tragen. Mit der zunehmenden Flexiblisierung und den Abendverkäufen wird es gerade für diese Frauen fast unmöglich, Familie und Job unter einen Hut zu bringen. Angesichts diesen negativen Auswirkungen auf die VerkäuferInnen, ist es wohl das kleinere Übel, schon am Nachmittag die Fertigpizza zu kaufen.

Gegen Night-Shopping, lange Ladenöffnungszeiten und andere kapitalistische Aufwertungsmassnahmen!
Für ein gratis Eisfeld den ganzen Winter und gratis ÖV das ganze Jahr!

Kein Mensch ist illegal! Kleine Schanze in Bern besetzt!

bleiberecht

Seit dem 26. Juni besetzen Menschen mit und ohne Aufenthaltsbewilligung die kleine Schanze in Bern, um eine kollektive Regularisierung zu fordern.

Kommt vorbei!!!

Unterschreibt die Solidaritätserklärung


Aktuelle Informationen und Programm

Reclaim The Streets in Uster

Gefunden auf ch.indymedia.org/de/

plakat rts

Plakat rts 2

Gestern Abend, am 25.6. versammelten sich ca. 60 Menschen in Uster, um sich selbstbestimmt mit Musik und Tanz die Strasse zu nehmen. Während dem Umzug wurden Flugblätter verteilt, Reden gehalten, Plakate geklebt und ein Hip-Hop-live-Act reimte politische Zeilen.
Wir wehren uns damit gegen die schleichende Privatisierung, Kommerzialisierung und Überwachung.
Nach dem einstündigen Umzug durch die Innenstadt von Uster, beendeten wir die Aktion mit einer Party im Stadtpark, an der sich spontan weitere Menschen anschlossen. Leider wurde die friedliche Party um ca. 00:30 von geschätzten 15 Bullen, z. T. in Kampfmontur, gestört, und wir mussten die Party frühzeitig beenden.
Aber:
Heute ist nicht aller Tage,
wir kommen wieder, keine Frage!

Heute holen wir uns die Strasse zurück, morgen unser Leben!

Folgendes Flugblatt wurde verteilt:

RECLAIM THE STREETS

Unser Alltag ist geprägt von Monotonie und Langeweile. Alles ist kontrolliert und normiert. Die meiste Zeit unseres Lebens besteht aus Lohnarbeit oder der Vorbereitung darauf. Die vermeintliche Abwechslung in Form von Ausgang und Party ist in Tat und Wahrheit auch nur eine konsequente Fortführung dieser Monotonie. Es gibt kein Raum für selbstorganisierte Kultur jenseits des konsum- und profitorientierten Mainstream. Die (Party-)kultur ist eine Kultur des Konsums, es entscheiden nicht die Menschen, es entscheidet die Erfolgsrechnung. Dies grenzt viele Menschen aus: Passt du nicht ins Bild, hast du den falschen Pass, kein Bock auf Sexismus, Homophobie und Mackertum, kein Geld oder willst du es nicht in rauen Mengen ausgeben bleibst du eben draussen.

Und dann stehen wir draussen, im sogenannten „öffentlichen Raum“, den wir ebenfalls in keinster Weise mitgestalten können. Jegliche Spontanität und Kreativität wird erdrückt durch eine Fülle von Regeln, Gesetzen, vermeintlichen Sachzwängen und Aufrufen zur Vernunft. In einer Welt, in der nichts gratis ist und alles zur Ware wird, entwickelt sich auch der öffentliche Raum zu einer Wüste aus Beton, Glas und Werbetafeln, die bei weitem nicht öffentlich ist. Da ist nur willkommen was Profit bringt und den Normalbetrieb nicht stört. Alles andere wird vertrieben, von der Polizei, privaten „Sicherheits“-firmen, mit Zäunen und Kameras, durch Überbauung, „Aufwertung“ und Privatisierung.

Wir nehmen uns die Strasse, weil wir Raum brauchen um uns auszudrücken, um unserer Kreativität freien Lauf zu lassen und um unsere Wünsche, unsere Inhalte, unsere Wut an einem Ort zu artikulieren, wo sie auch wahrgenommen werden. Wir nehmen uns die Strasse, damit wir Platz haben, um zusammen zu kommen, uns auszutauschen, um gemeinsam zu feiern und gemeinsam zu kämpfen. Wir nehmen uns die Strasse ohne zu fragen, ohne etwas zu fordern, denn wir wüssten nicht, an wen wir uns wenden sollten. Wir machen uns da keine Illusionen: Von diesem Staat können wir nichts erwarten, wir müssen unseren Freiraum selbst erkämpfen. Und es interessiert uns nicht, wenn behauptet wird das sei illegal, denn illegal bedeutet nicht illegitim.

Dadurch, dass wir uns Raum nehmen, entsteht ein kleiner Teil einer Perspektive. Wir bekommen eine Vorstellung davon, wie es ist, nicht mehr isoliert sondern kollektiv zu handeln und welche Möglichkeiten sich dabei eröffnen. Wir erleben, wie es sich anfühlt, sich einen Teil seines Lebensraumes zurück zu holen und nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten, wenn auch nur für eine kurze Zeit. Wir durchbrechen die bestehenden Kategorien wie „legal“ und „illegal“, „vernünftig“ und „leichtfertig“, „realistisch“ und „illusorisch“ oder „sinnvoll“ und „sinnlos“ und all die anderen unhinterfragten Bezeichnungen und bewerten die Dinge neu, nach unseren Kriterien. Heute holen wir uns die Strasse zurück, morgen unser Leben.

RECLAIM YOUR LIFE

Communiqué zur KAFFeeÄktschn in Wetzikon

Transpi 1.mai

transpi kaffeeäktschn

Das Antikapitalistische Kollektiv Zürcher Oberland (akzo) rief am 1. Mai zur sog. „KAFFeeÄktschn“ in Wetzikon auf – wie auch schon letztes Jahr. Die KAFFeeÄktschn soll als Treffpunkt für interessierte Leute aus dem Zürcher Oberland dienen, um danach zusammen an die 1. Mai Demo in Zürich zu gehen. Auch geht es darum sich auszutauschen, kennenzulernen und zu informieren sowie die Isolation, die einem als politisch interessierter Mensch im Zürcher Oberland oft widerfährt, zu durchbrechen. Uns ist es wichtig, dass eine Kritik am Kapitalismus gerade am 1. Mai auch im Zürcher Oberland präsent ist, die weiter geht als die oberflächliche Kritik an Boni und BankerInnen, wie sie an Bratwurst-Veranstaltungen der Gewerkschaften und der SP geäussert wird. Schuld an den herrschenden Zuständen sind nicht die ManagerInnen mit ihren überrissenen Löhnen, sondern die Logik des Profits, auf der unser Wirtschaftssystem basiert. Prekäre Arbeitsbedingungen, Entlassungen, tiefe Löhne und Stress sind Folgen davon.
So besammelten sich um 9 Uhr rund 30 Personen am Bahnhof Wetzikon. Von den anwesenden Polizisten in Zivil liessen wir uns nicht einschüchtern und verteilten Kaffee, Zopf und Flyer. Ebenfalls wurden zwei Transparente an verschiedenen Stellen am Bahnhof angebracht. Darauf war zu lesen: „KÄMPFE VERBINDEN – KAPITALISMUS ZU FALL BRINGEN!“ und „LIEBER DE CHEF ABSCHAFFE ALS FÜR DE CHEF GO SCHAFFE!“. Um 9.45 machten wir uns auf den Weg nach Zürich. Am Hauptbahnhof angekommen, erwarteten uns auf dem Perron bereits ca. 15-20 PolizistInnen in Vollmontur und mit Gummischrot bewaffnet. Etwa 20 Personen wurden eingekesselt, vorübergehend festgenommen und mit einem Rayonverbot für 24 Stunden belegt. Die Absicht war klar: Die Menschen, die sich zur KAFFeeÄktschn eingefunden hatten, sollten eingeschüchtert, kriminalisiert und von der Teilnahme an der 1. Mai-Demo abgehalten werden. Diese repressive Aktion reiht sich ein in die Tendenz, alles zu kriminalisieren und im Keim zu ersticken, was den Kapitalismus grundsätzlich in Frage stellt. Dafür stehen dem Staatsapparat immer mehr rechtliche, finanzielle und personelle Mittel zur Verfügung. Doch wir lassen uns nicht einschüchtern und werden weiterhin unsere Kritik und unseren Widerstand gegen den alltäglichen Wahnsinn zum Ausdruck bringen.
Aufgrund solcher Ereignisse, die keineswegs Einzelfälle darstellen, finden wir es notwendig, sich kollektiv dagegen zu wehren und sich gegenseitig zu unterstützen. Denn: Repression trifft einzelne, gemeint sind wir alle!

KÄMPFE VERBINDEN – DEN KAPITALISMUS ZU FALL BRINGEN!

Antikapitalistische Kollektiv Zürcher Oberland (akzo), 2. Mai 2010

Eat the rich!

WEF 2010: Paradeplatz besetzt

Gut 70 Leute haben am Freitagabend auf dem Paradeplatz, der heiligen Stätte des internationalen Finanzkapitals, ein Bankett abgehalten.

Damit verliehen sie ihrer Ablehnung gegenüber der kapitalistischen Gesellschaftsordnung Ausdruck, einer Gesellschaftsordnung, die Millionen von Menschen Tag für Tag in unnötiges Elend stürzt. Bewaffnet mit Transparenten, guter Musik und leckerem Essen besetzten die AktivistInnen um 18.00 Uhr den exquisiten Vorplatz der CreditSuisse und sorgten mit diversen Reden zu Themen wie Repression, Arbeitslosigkeit, Sozialabbau und Frauenkampf für eine ausdrucksstarke Aktion. Das WEF in Davos wurde als zynische Selbstbeweihräucherung des mörderischen Grosskapitals denunziert und verurteilt. Die rund zweistündige Aktion fand ihren Abschluss in einer symbolischen Aktion, als die Schweizerische Nationalbank stelltvertretend für das schweizerische Finanzkapital ausgiebig mit Eiern beworfen wurde. Damit machten wir deutlich, dass die kapitalistische Funktionselite ihre selbstgerechte Legitimationsveranstaltungen nicht ungestört abhalten kann. Sie haben mit unserem Widerstand zu rechnen. Nicht bloss heute, sondern zum Beispiel auch an den Demonstrationen gegen das WEF in Luzern nächsten Samstag und in Basel am 30. Januar.

Für unsere Zukunft – gegen den Kapitalismus!

Revolutionäres Bündnis Zürich

kopiert von indymedia

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AKZO-Rede am Anti-WEF-Bankett in Zureich

(laut und pointiert lesen…)

„Die Mächtigen und Reichen, nächtigen und reichen sich die Hände in Davos. Sie diskutieren, debattieren, lamentieren unter sich, unter grossen Tieren, über Geld, die Welt und sich selbst.

Rethink! Sie denken die Welt zurück! Von den Bergen ertönen Rufe von Freiheit und Sicherheit. Sie sagen, wir brauchen einen freien Markt und Stabilität. Sie reden von Demokratie, Wohlstand, Entwicklung. Sie reden von Vertrauen und Zuversicht. Sie reden von Fortschritt und Wachstum und Nachhaltigkeit. (Hää?) Sie reden, sie reden, sie reden…und wir, wir hören schon lange nicht mehr zu! Denn wir sagen: Die verarschen uns doch!

Redesign!. Sie wollen die Welt umordnen! Ihr Plan: Soziale „Gleichheit“ fördern und soziale Risiken mindern. Ihr Problem: Das soziale Risiko sind wir! Und wir sagen: Wir lassen uns nicht verarschen!

Rebuild! In ihrer unendlichen Weisheit und Einsicht sprechen sie Systemfehler an und brauchen effiziente Institutionen, um sie zu beheben. Wir sagen: Hier sind wir! Machen wir! Effizient, aber auf unsere Art! Ohne Institutionen, Staat, Ökonomisierung und vor allem ohne sie! Denn: Verarschen können wir uns selber und die Welt neu gestalten auch!

Die Banken bankrottieren, wir bankettieren! Wir nehmen uns Raum auf teurem Pflaster, denn auch dieser Raum ist unser. Wir lassen uns auch nicht von Plätzen verdrängen, auf denen Kaviar- und Pralinéduft dominieren und auf dem in Pelz gehüllte Menschen flanieren. Die ganze Stadt ist unsere. Häuser, Strassen, Plätze – sie alle gehören uns. Nicht weil wir besitzen wollen, sondern weil wir leben. Und leben heisst kämpfen. Kämpfen gegen die Umstände, die uns bedrücken, die uns unterdrücken.

Staat und Kapital sind fürn Arsch, danke schön.“

Remember, remember the 6th of december

Am 6. Dezember 2008 – ein Samstagabend – waren Alexis Grigoropoulos und seine Freunde etwas trinken in einer Bar in Athen, Griechenland. Dann kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung mit Polizisten. Worauf einer der Polizisten seine Dienstwaffe zog und den 15-Jährigen Alexis erschoss. Dies ist kein Einzelfall! Jedes Jahr werden in Griechenland Menschen – vor allem MigrantInnen – von der Polizei ermordet, „tot in Knastzellen aufgefunden“, illegal abgeschoben oder von Faschisten ermordet, welche von der Polizei gedeckt werden (so kam es in diesem Jahr mehrfach zur direkten Zusammenarbeit von faschistischen Schläger und der Polizei: Faschisten attackierten aus den Reihen der Polizei linke Demonstrationen und MigrantInnen). Ebenso kam es in Griechenland im Dezember 2008 und in diesem Jahr zu Attentaten mit Säure auf Gewerkschafterinnen und zu mehreren Angriffen (unter anderem mit Handgranaten) auf linke Zentren und besetzte Häuser.

Der bürgerliche sog. demokratische Staat schreckt letztlich nicht davor zurück Menschen zu ermorden, die sich wehren oder die gesellschaftlich isoliert sind. So kommen auch in der Schweiz während Abschiebungen, in Gefängnissen und bei Polizeieinsätzen immer wieder Menschen ums Leben. Repression kennt allerdings viele Gesichter:

- Menschen werden auf Grund ihrer politischen Meinung, ihrem Aussehen, ihrer Herkunft, Nationalität oder ihrer Klassenzugehörigkeit sozial ausgegrenzt

- DNA-Fichierung und Fingerabdruck-Abnahme auch bei geringfügigen Vergehen

- Videoüberwachung im öffentlichen Raum

- Lauschangriffe auf potentielle politische AktivistInnen

- Wegweisungsartikel in verschiedenen Schweizer Städte

- Willkürliche Hausdurchsuchungen und Kontrollen auf der Strasse

- Angriffe und Drohungen gegen Freiräume (besetzte Häuser, besetzte Unis, alternative Projekte, usw.)

- Bespitzelung von politischen Gruppen durch die Polizei und private Sicherheitsfirmen (z.Bsp wurde eine Arbeitsgruppe von Attac über Monate von der Securitas im Dienste von Nestlé ausspioniert oder eine Gruppe gegen Repression von einer Securitas-Spitzelin infiltriert)

- Polizeigewalt auf der Strasse und bei Demonstrationen (z.Bsp. die „Aktion Respekt“ der Stadtpolizei Zürich)

- Entlassung von politisch aktiven ArbeiterInnen (z.Bsp. im Fall von Ernst G. bei der Karl Mayer AG)

- Überwachung am Arbeitsplatz, in der Schule oder an der Uni

All dies ist nicht irgendein Nebenprodukt des bürgerlichen Staates zum Schutz der Bevölkerung sondern zum Schutz der Interessen der herrschenden Klasse. Also ein notwendiger Bestandteil des kapitalistischen Systems.

Betroffen von der Repression sind einzelne aber gemeint sind wir alle!
Nur gemeinsam können wir uns dagegen wehren!

Flyer als PDF

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Weitere Informationen zu Griechenland

Occupiedlondon.org (engl.)

Tears and Anger Greece (deutsch)

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Demonstration gegen staatliche Repression in Zürich

demo6.

Am Sonntag, den 6. Dezember haben rund 60 Personen in der Zürcher Innenstadt ein deutliches Zeichen gegen Repression und Staatsgewalt gesetzt. Anlässlich des ersten Jahrestages des Mordes am 17-jährigen Alexis in Athen/Griechenland haben wir uns versammelt, um einerseits das Vergessen solcher Verbrechen zu verhindern – und andererseits die Menschen auf der Strasse dafür zu sensibilisieren, aktuelle und künftige Unterdrückungsmechanismen durch den Staat, die Wirtschaft und das Kapital zu erkennen und zu bekämpfen.

Die Demonstration verlief friedlich, lautstark und kämpferisch und führte durch die belebte Zürcher Altstadt über die Münsterbrücke hin zum Paradeplatz und durch die Bahnhofstrasse. An besonders zentralen Plätzen wie den Paradeplatz wurden Kundgebungen abgehalten und per Megaphon Reden gehalten. Durch den Sonntagsverkauf konnten sehr viele Menschen erreicht werden. Die PassantInnen blieben stehen, schauten zu, nahmen interessiert Flyer (siehe weiter unten) entgegen, sprachen uns an und waren generell sehr offen. Mehrere aussenstehende Menschen riefen während der Demonstration mit und waren sichtlich begeistert, erst recht angesichts der aktuell um sich greifenden Repressionswelle (wie z.B. im Rahmen der Aktion „Respekt“ der Zürcher Stadtpolizei).

Es gab ein Fronttransparent mit der Aufschrift „Gegen Repression und Staatsgewalt“ sowie mehrere Seitentransparente mit Inhalten wie „Für Solidarität und Revolution“ und „Free Mumia Abu Jamal“. Mit Parolen wie: „Wir sind nicht alle – es fehlen die Gefangenen“, „Marco libero!“, „Eusi DNA gaht niemer öppis a!“ und „Freiheit für alle politischen Gefangenen“ verschafften wir uns breite Aufmerksamkeit inmitten der Adventseinkäufe. Just nach der Auflösung der Demonstration am Ende der Bahnhofstrasse tauchten die ersten Bullen mit Blaulicht und Sirene auf. Zu Verhaftungen und/oder Kontrollen konnte es allerdings nicht mehr kommen.

Bündnis IMMERWIDERSTAND

Flyer:

„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“

Martin Niemöller

Die Unterdrückung im Alltag nimmt zu. Sei es bei der Arbeit, in der Schule, an der Uni, auf dem Arbeitsamt oder Sozialamt, im Tram oder auch einfach auf der Strasse. Es trifft meistens einzelne Personen, aber immer mehr auch die ganze Gesellschaft. Deshalb stehen wir jetzt genau hier. Nicht alleine als isolierte Menschen, die einander nicht kennen, nicht kennen wollen. Weil wir JETZT die Stimme erheben müssen, gegen ein System aus Überwachung, Fichierung, Repression, Folter und Tod. Gegen ein System, das nur dazu da ist, den Mächtigen und sein Kapital zu schützen – ein System für die Wirtschaft und gegen die Menschheit.

Jetzt, da in der Schweiz wieder 150′000 Fichen angelegt sind, der Biometrische Pass existiert und immer mehr teils biometrische Überwachungskameras benützt werden, JETZT ist es an der Zeit etwas zu unternehmen. Über die Geschehnisse der Vergangenheit könnten wir ein Buch schreiben, doch dazu reicht unsere zeit nicht. Wir ziehen es vor, hier und jetzt gemeinsam auf die Strasse zu gehen.

29.10.09 Basel:
Ein Strassenfest, das sich gegen eine Quartieraufwertung richtet, wird von der Polizei angegriffen: 15 Verhaftete und mehrere Verletzte sind das Ergebnis.

29.09.09 Bern-Biel:
Eine Schwarzfahrerin gerät in die Ticketkontrolle. Es kommt zur polizeilichen DNA-Entnahme und Fichierung.

23.09.09 Winterthur:
Einem mutmasslichen Drogendealer wird von einem Polizisten ins Bein geschossen.

5.08.09 Krems/Österreich:
Der unbewaffnete Florian P. (14.) wird beim versuchten Ladendiebstahl von der Polizei Erschossen. Sein ebenfalls unbewaffneter Freund Roland T. (13.) wird mehrmals angeschossen.

1.08.09 Zürich:
20 mit Gummischrotgewehren bewaffnete Polizisten stehen vor einer besetzten Liegenschaft an der Wehntalerstrasse. Gesucht wird eine Person.

29.05.09 Biel:
Ein 17-jähriger wird auf der Flucht vor der Polizei von einem Zug erfasst und getötet.

6.12.09 Athen:
Alexandros Grigoropoulos (17.) wird nach einem Wortwechsel von einem Polizisten, der faschistischem Umfeld entstammt, erschossen. „Ich sah – und da bin ich mir absolut sicher – das die Polizisten weder in die Luft noch nach unten schossen. Sie zielten in unsere Richtung und sie schossen.“ Aussage von Nikos, von mehreren anderen Zeugen bestätigt.

21.09.08 Österreich:
10 Tierrechtsaktivisten werden nach bundesweit insgesamt 23 Hausdurchsuchungen verhaftet und der Gründung einer Kriminellen Organisation angeklagt. Die Begründung: sie hatten ihre E-mails verschlüsselt.

2008 Schweiz:
Das EJPD führte über 6700 Überwachungsamasahmen durch.

Ende 80er Schweiz:
Der Fichenskandal. Über 900′000 Menschen wurden durch den Bund fichiert. Bereits heute sind es wieder 150′000.

Anfang 80er Schweiz:
Ende der Zwangssterilisationen von „Behinderten“ und politisch „Auffälligen“. Der Bund hat sich nie entschuldigt.

Und noch etwas:
Seit dem 1.8.09 ist es dem Staat bereits bei kleineren Delikten (wie z.B. der Teilnahme an einer unbewilligten Demo) erlaubt, dich vollständig zu überwachen.
Vielleicht tut er das jetzt auch bei dir.

weitere Bilder auf indymedia.ch

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Transpiaktion zur Revolte in Griechenland

Wir haben gestern in Rüti, Wetzikon und Uster mehrere Tranpis aufgehängt.

Dies taten wir zum Gedenken an den 15-jährigen Alexis, der vor einem Jahr von einem Polizisten erschossen wurde und aus Solidarität mit der Revolte in Griechenland.

Folgende Parolen sind darauf zu lesen:

1. Alexis das war Mord widerstand an jedem Ort!

2. Der Staat mordet. 6.12.08 Alexis erschossen in Athen

3. 6.12.08 Alexis, Tod durch Polizei. Kein Vergeben, Kein Vergessen,
Widerstand Leben.

Kampf der Repression! Solidarität ist eine Waffe!

Artikel auf Indymedia vom 8.12.09

Solidarität mit den Uni-BesetzerInnen

Endlich bewegt sich was!

Wir solidarisieren uns mit den BesetzerInnen der Universitäten in Zürich, Bern, Basel, Genf und weltweit. Die Universität ist keine von den gesellschaftlichen Verhältnissen unabhängige Institution und so gilt es, die gesellschaftlichen Ursachen für die Missstände im Bildungssystem zu erkennen und zu bekämpfen. Es ist notwendig, dass Menschen ihren Kampf für bessere Lebensbedingungen dort führen, wo sie studieren, arbeiten und leben. Wir hoffen, dass die Proteste auf andere Bereiche der Gesellschaft übergreifen, denn nur so kann eine gesamtgesellschaftliche Veränderung erreicht werden.

antikapitalistisches kollektiv zürcher oberland (akzo)

www.unsereuni.ch

www.unsereunizh.ch