»Let’s talk about Revolution«

„Was zur Hölle ist akzo?!“ Das hast du dich vielleicht auch schon gefragt als du dieses obskure Kürzel auf einem Kleber, Flyer oder Transpi gesehen hast. Einfach gesagt, handelt es sich dabei um eine politische Gruppe, die im Zürcher Oberland umgeht und nicht weniger will als die soziale Revolution und eine herrschaftsfreie, solidarische Gesellschaft. Was wir uns dabei sonst noch so gedacht haben, davon handelt dieser Text.

Seit ungefähr 5 Jahren existiert das Antikapitalistische Kollektiv Zürcher Oberland (akzo). Verschiedene Menschen mit verschiedenen Ideen haben sich zusammengeschlossen, mit dem Willen, etwas zu unternehmen gegen das, was uns hier als Alltag verkauft wird und im Bewusstsein, dass dies nur gemeinsam möglich ist. Seither ist einiges passiert: Wir führten Diskussionen, Aktionen fanden statt, schrieben Flugblätter, malten Transparente, unterstützten Repressionsbetroffene, feierten Soliparties, neue Leute beteiligten sich, andere gingen ihre Wege. Und wir machen weiter!

The future is unwritten
Die Welt, in der wir leben, ist das Ergebnis einer langen, verhängnisvollen Geschichte. Eine Geschichte, die nicht zwangsläufig – aber sehr wohl durch Zwang – in dieser heutigen Welt endete. Eine Geschichte, die noch nicht an ihrem Ende angelangt ist. In verschiedenen Gewändern wird uns immer wieder die Lüge aufgetischt, die heutige Gesellschaft ergebe sich nun einmal aus der Natur des Menschen. Diese Argumentation verschleiert, dass es wir Menschen sind, die unser Zusammenleben gestalten. Gerade die Aktualität zeigt uns: Geschichte wird gemacht und viele wie wir sind, können wir eingreifen und Veränderungen herbeiführen.

Und machen wir uns nichts vor: Ein gutes Leben wird nicht erbettelt, sondern erkämpft. Angesichts des Elends, der Kriege und der Zerstörung, welche der Kapitalismus tagtäglich verursacht, ist die Revolution kein frommer Wunsch, sondern eine Notwendigkeit. Und wer meint, das sei doch utopisch, hat Recht: Wir sind davon überzeugt, dass diese Welt nicht alles sein kann und wollen unsere Träume, Ideen und Utopien möglich machen. Doch dies klappt nur, wenn wir uns organisieren, wenn wir all die kleinen und grossen Verweigerungen, Revolten und Kämpfe verbinden, von denen es im Alltag so viele gibt. Hier setzen wir an. Gegen diese Konkurrenzgesellschaft, wollen wir Menschen zusammenbringen, um die Vereinzelung zu überwinden und gemeinsam für eine andere Welt zu kämpfen. Wichtig ist uns deshalb auch ein solidarischer Umgang untereinander. Wir wollen uns gegenseitig unterstützen, denn der Kampf ist nicht immer einfach. Alle sollen sich ungezwungen und offen äussern und ihre Ideen und Vorstellungen einbringen können. Wir brauchen weder Chef’s noch Vorstand.

Let’s do it!
Unser Ziel ist es, auch das Zürcher Oberland mit revolutionärem Geist zu erfüllen. Wir versuchen an verschiedenen Orten im öffentlichen Raum präsent zu sein, damit das Hinterland nicht ganz so ruhig, grau und ordentlich bleibt. Daneben wollen wir Räume schaffen, um sich und andere zu informieren, zu diskutieren und Pläne zu schmieden, sei dies mit Info-Veranstaltungen, Film- und Diskussionsabenden oder auch Konzerten und Parties. Wir sind aber auch in diversen Kämpfen und Kampagnen aktiv, vernetzen uns mit anderen Gruppen und beteiligen uns an regionalen und überregionalen Bündnissen: Gegen Arschlöcher wie die SVP, reaktionäre Christen, Antifeministen oder Bonzen am WEF – wir sind dabei! Doch alle Praxis bleibt ziellos ohne Theorie, darum diskutieren wir gemeinsam über aktuelle Probleme und Mittel und Wege zu deren Lösung, befassen uns mit vorhandenen Analysen und Einschätzungen und eignen uns so das Wissen an, das wir brauchen, um die Welt zu verändern.

Mitmachen?
Bist du interessiert? Möchtest du mehr erfahren? Deine Ideen einbringen? Dann melde dich doch bei uns. Du erreichst uns per Mail unter akzo@immerda.ch oder kannst uns auch gerne bei einer Veranstaltung ansprechen.

Antikapitalistisches Kollektiv Zürcher Oberland, Mai 2013